Tamriko Kordzaia

In ihrer Heimat Georgien hatte sich Tamriko Kordzaia bereits einen Namen als Haydn- und Mozart-Interpretin gemacht; nach ihrer Übersiedlung in die Schweiz führte sie diese Beschäftigung weiter; zunehmend rückte aber auch die neue Musik, besonders diejenige der jüngeren Komponistengenerationen, ins Blickfeld. Dass dies kein Widerspruch sein muss, beweisen ihre solistischen Programme, in denen sich immer wieder scheinbar Unvereinbares trifft; neben Wiener Klassik stellen sich Uraufführungen, neben Messiaen postminimalistische Trash-Kompositionen oder Werke von Musikern aus der Rock- und Technoszene.

Tamriko Kordzaia studierte in Tbilisi bei Nana Tschikwaidse, Nodar Gabunia und Nana Chubutia, in der Schweiz bei Homero Francesch und Hans-Jürg Strub. Sie erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den ersten Preis und den Mozart-Preis am Internationalen Sakai-Wettbewerb in Osaka und den Kulturförderpreis der Stadt Winterthur.

Ausschliesslich der neusten Musik widmet sich Tamriko Kordzaia im Klavierduo mit Dominik Blum (Steamboat Switzerland); daneben ist sie als Vermittlerin aktueller Musik in Georgien aktiv geworden.