close encounters 2005 Festival für Neue Musik Oktober 2005 / Januar 2006 In Steven Spielbergs Science-Fiction-Film „Close Encounters of the Third Kind“ kommt es zur ersten Begegnung mit leibhaftigen, dazu noch musikalisch begabten Ausserirdischen. Das Festival, das diesen Namen trägt, ermöglicht eine nicht weniger spektakuläre und in vieler Hinsicht ebenfalls erstmalige Begegnung: Die aktuellen Musikszenen Georgiens und der Schweiz sind nicht nur grundverschieden, sondern auch trotz der geographischen Überschaubarkeit der beiden Länder in sich selbst vielgestaltig, ja widersprüchlich. Die 5 Programme (einschliesslich Uraufführungen von Teimuraz Bakuradze und Conrad Steinmann) zeigen, dass eine Soloblockflöte ebenso wie ein massloss verstärktes Rocktrio, ein Laptop ebenso wie eine Kirchenorgel oder ein virtuoses Holzbläserensemble unglaubliche Musik hervorbringen kann. Uraufgeführt wird auch das von „close encounters“ in Auftrag gegebene Werk „Pastorale“ von Zurab Nadareishvili. Wir freuen uns, auch die zwei am festivaleigenen Wettbewerb prämierten Kompositionen von Rusudan Meipariani und Rezo Kiknadze als georgische Premieren vorstellen zu dürfen. Damit nicht genug. Matthias Arter, Boris Previsic und Lucas Niggli führen in Tbilisi Workshops zu Improvisation, Konzeption und Aufführung aktueller Musik durch; Conrad Steinmann berichtet über seine „angewandte Forschung“ im Bereich der antiken Musik; der in Israel lebende Ioseb Bardanashvili leitet ein Seminar für Komposition in Zusammenarbeit mit dem Konservatorium. Eine Programmzusammenfassung wird anschliessend in Batumi und Kutaisi vorgestellt; der Gegenbesuch durch georgische Musikerinnen und Musiker wird im Januar in Basel, Zürich und Winterthur erwartet. Wir freuen uns allerorten auf ein neugieriges Publikum. Tamriko Kordzaia |